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title: "System Usability Scale"
url: "https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/system-usability-scale"
language: "de"
description: "Was ist die System Usability Scale? Einfach erklärt mit Berechnung, Beispiel und Praxistipps. Erfahre, wie du SUS-Werte richtig liest und vergleichst."
published: "2026-10-14T09:50:32+02:00"
updated: "2026-10-14T13:02:00+02:00"
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# System Usability Scale

Die System Usability Scale (SUS) ist ein kurzer, standardisierter Fragebogen mit zehn Aussagen. Er fasst zusammen, wie gebrauchstauglich Menschen ein Produkt empfinden, in einem Wert von 0 bis 100.

- **Buchstabe:** S

UX-Glossar

# System Usability Scale

Die System Usability Scale (SUS) ist ein kurzer, standardisierter Fragebogen mit zehn Aussagen. Er fasst zusammen, wie gebrauchstauglich Menschen ein Produkt empfinden, in einem Wert von 0 bis 100.

Stell dir vor, ein Team hat das Kundenportal eines Stromanbieters überarbeitet. Die Tests liefen gut, aber die Geschäftsführung will eine Zahl sehen: Ist das neue Portal wirklich einfacher als das alte? Für genau diese Frage gibt es die System Usability Scale, kurz SUS.

## Einfach erklärt

Die SUS ist ein Fragebogen mit zehn Aussagen, den Testpersonen direkt nach der Nutzung eines Produkts ausfüllen. Zu jeder Aussage geben sie auf einer Skala von 1 („stimme überhaupt nicht zu“) bis 5 („stimme voll zu“) an, wie sehr sie zustimmen. Eine Aussage lautet sinngemäß übersetzt: „Ich fand das System unnötig komplex.“ Am Ende steht ein einziger Wert zwischen 0 und 100.

Ein Vergleich aus dem Alltag: Die SUS funktioniert wie die Sternebewertung nach einer Taxifahrt. Sie sagt dir schnell, wie zufrieden jemand insgesamt war, aber nicht, ob es am Fahrstil, an der Route oder an der Musik lag. Entwickelt hat den Fragebogen John Brooke 1986 bei der Computerfirma Digital Equipment Corporation (DEC). Er beschreibt ihn selbst als „quick and dirty“, also als schnelles, bewusst einfaches Werkzeug.

## So berechnest du den Wert

Die ungeraden Aussagen sind positiv formuliert, die geraden negativ. Bei ungeraden Aussagen ziehst du von der Antwort 1 ab, bei geraden ziehst du die Antwort von 5 ab. Die zehn Ergebnisse addierst du und multiplizierst die Summe mit 2,5. Fertig ist der SUS-Wert. Eine einfache Tabellenkalkulation reicht dafür völlig aus.

Wichtig: Der Wert ist kein Prozentwert. Jeff Sauro von MeasuringU hat Daten aus rund 500 Studien ausgewertet. Der Durchschnitt liegt bei 68. Ein Wert von 68 ist also Mittelmaß, nicht „68 Prozent gut“. Werte über etwa 80 gehören zu den besten zehn Prozent.

## Ein Beispiel

Zurück zum Stromanbieter. Vorher: Das alte Portal erreicht bei zwölf Testpersonen einen durchschnittlichen SUS-Wert von 58, also unter dem Durchschnitt. Nachher: Nach der Überarbeitung füllen zwölf andere Testpersonen nach denselben Aufgaben denselben Fragebogen aus, und das neue Portal kommt auf 77. Das Team kann jetzt belegen, dass sich die wahrgenommene Gebrauchstauglichkeit klar verbessert hat. Welche Stellen noch hakten, zeigen allerdings erst die Beobachtungen aus dem [Usability-Test](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/usability-test).

## Häufige Missverständnisse

Die SUS ist kein Diagnosewerkzeug. Brooke betont selbst, dass die einzelnen Aussagen nicht dafür gedacht sind, konkrete Probleme zu finden. Dafür brauchst du Beobachtungen oder eine [heuristische Evaluation](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/heuristische-evaluation). Mehr dazu, was Usability überhaupt ausmacht, liest du im Artikel [Was ist Usability?](https://www.insideuxdesign.com/de/blog/was-ist-usability).

## In der Praxis

- **Frag direkt nach dem Test.** Lass den Fragebogen ausfüllen, bevor ihr über die Aufgaben sprecht. Sonst beeinflusst das Gespräch die Antworten.
- **Ändere die Aussagen möglichst wenig.** Die Vergleichswerte stammen aus Studien mit dem etablierten Wortlaut. Je stärker du umformulierst, desto weniger kannst du deine Werte daran messen.
- **Vergleiche, statt einzelne Werte zu feiern.** Aussagekräftig wird die SUS im Vergleich: alte gegen neue Version oder dein Produkt gegen den Durchschnitt.

## Verwandte Begriffe

[Usability-Test](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/usability-test), [Heuristische Evaluation](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/heuristische-evaluation), [User Research](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/user-research)

## Quellen

- [John Brooke: SUS: A Retrospective. Journal of Usability Studies, 2013](https://uxpa.org/jus/sus-a-retrospective/)
- [Jeff Sauro: Measuring Usability with the System Usability Scale (SUS). MeasuringU, 2011](https://measuringu.com/sus/)

## Weitere Begriffe

 [  ### A/B-Test

Ein A/B-Test ist ein Experiment, bei dem zwei Varianten einer Seite oder eines Elements gleichzeitig an zufällig aufgeteilte Besuchende ausgespielt werden. So entscheidest du anhand echter Daten, welche Variante besser funktioniert.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/a-b-test) [  ### ARIA

ARIA ist ein W3C-Standard, der HTML um Rollen, Zustände und Eigenschaften ergänzt. So erfahren Screenreader, was ein Element ist und wie es sich gerade verhält.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/aria) [  ### Affordance

Eine Affordance beschreibt, welche Handlung ein Objekt möglich macht und ob Menschen das erkennen: Ein Button lädt zum Drücken ein, ein Griff zum Ziehen.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/affordance) [  ### Alternativtext

Ein Alternativtext ist eine kurze Textfassung eines Bildes im HTML-Attribut alt. Screenreader lesen ihn vor, damit Menschen, die das Bild nicht sehen, dieselbe Information bekommen.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/alternativtext) [  ### Arbeitsgedächtnis

Das Arbeitsgedächtnis hält Informationen für kurze Zeit fest, damit du mit ihnen arbeiten kannst. Es fasst nur wenig, deshalb sollten Interfaces möglichst wenig Merkarbeit verlangen.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/arbeitsgedaechtnis) [  ### Atomic Design

Atomic Design ist eine Methode, Benutzeroberflächen aus kleinen, wiederverwendbaren Bausteinen aufzubauen: von einzelnen Elementen wie Buttons bis zu ganzen Seiten.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/atomic-design) [  ### BFSG

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet seit dem 28. Juni 2025 viele Unternehmen, bestimmte Produkte und digitale Dienstleistungen wie Onlineshops barrierefrei zu gestalten.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/bfsg) [  ### Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet, dass Websites, Apps und digitale Dokumente so gestaltet sind, dass alle Menschen sie nutzen können, auch mit einer Seh-, Hör-, motorischen oder kognitiven Behinderung.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/barrierefreiheit) [  ### Card Sorting

Card Sorting ist eine Research-Methode, bei der Menschen Begriffe auf Karten in Gruppen sortieren. So siehst du, wie sie Inhalte gedanklich ordnen, und kannst eine verständliche Navigation planen.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/card-sorting) [  ### Cognitive Load

Cognitive Load ist die geistige Anstrengung, die nötig ist, um eine Oberfläche zu verstehen und zu bedienen. Je weniger unnötige Denkarbeit ein Design verlangt, desto leichter fällt die eigentliche Aufgabe.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/cognitive-load) [  ### Contextual Inquiry

Contextual Inquiry ist eine Research-Methode, bei der du Menschen in ihrem echten Arbeitsumfeld beobachtest und befragst. So siehst du, wie sie Aufgaben tatsächlich erledigen, nicht nur, wie sie davon erzählen.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/contextual-inquiry) [  ### Conversion

Eine Conversion ist eine gewünschte Aktion auf einer Website oder in einer App, etwa ein Kauf oder eine Anmeldung. Die Conversion Rate zeigt, welcher Anteil der Besuche dazu führt.

 ](https://www.insideuxdesign.com/de/glossar/conversion)
